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Recht

Copyright

Copyright (Urheberrecht) im KI-Kontext ist die juristisch und gesellschaftlich brisanteste Frage der derzeitigen KI-Entwicklung: Dürfen KI-Modelle auf urheberrechtlich geschützten Werken trainiert werden — und wem gehören die Ergebnisse?

Die Klagewelle ist beispiellos. Die New York Times klagt gegen OpenAI und Microsoft (Dezember 2023), weil ChatGPT trainiert auf NYT-Artikeln teilweise wörtliche Passagen reproduziert. Getty Images klagt gegen Stability AI, weil Stable Diffusion auf ihrer Bilddatenbank trainiert wurde. Autoren wie George R.R. Martin und John Grisham klagen im Rahmen von Sammelklagen. Die GEMA vertritt die Rechte von Musikschaffenden gegen KI-Musikgeneratoren.

Die juristische Kernfrage: Ist das Training eines KI-Modells auf urheberrechtlich geschützten Daten „Fair Use" (USA) bzw. durch die Text- und Data-Mining-Ausnahme (EU) gedeckt — oder eine Urheberrechtsverletzung? Die Antwort wird Milliarden wert sein. OpenAI argumentiert, dass Training transformativ sei und kein Einzelwerk reproduziere. Rechteinhaber argumentieren, dass ihre Werke die Grundlage des kommerziellen Produkts sind.

Für KI-generierte Outputs gilt in den meisten Rechtsordnungen: Kein Urheberrecht. Das US Copyright Office entschied 2023, dass Werke ohne menschliche Autorenschaft nicht schutzfähig sind. Ein von DALL-E generiertes Bild hat keinen Urheber, keinen Copyright-Schutz und kann von jedem frei genutzt werden.

Legal
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