OpenAI hat eine neue Funktion vorgestellt, die das Arbeiten mit ChatGPT grundlegend verändern soll: Skills. Statt jedes Mal von vorn zu erklären, was die KI tun soll, können Teams jetzt wiederholbare Workflows hinterlegen, die ChatGPT automatisch abarbeitet — vom Reporting über Datenanalyse bis zur Projektverwaltung.

Was Skills anders machen als Custom GPTs

Skills unterscheiden sich laut OpenAI fundamental von den bekannten Custom GPTs. Während ein Custom GPT im Wesentlichen ein vorkonfigurierter Chatbot ist, sollen Skills eine andere Rolle einnehmen: Sie definieren wiederholbare Arbeitsabläufe, die dauerhaft aktiv bleiben können und automatisch ausgelöst werden, wenn sie relevant sind. Jeder Skill umfasst einen Namen, eine Beschreibung, detaillierte Workflow-Anweisungen und gegebenenfalls Ressourcen wie Templates oder Zugriff auf externe Tools.

In einem Demo-Video ist zu sehen, wie ChatGPT eine komplette Aufgabenliste automatisch abarbeitet — inklusive Checklisten, „Thinking"-Zustand und einem Fortschrittsbalken. Der Zusatz „Skills can run automatically" macht deutlich: Hier geht es nicht mehr um Frage-Antwort, sondern um autonome Aufgabenausführung.

Für wen das relevant ist

Die Funktion richtet sich zunächst an Business- und Enterprise-Nutzer. Für Administratoren sollen Skills die Arbeitsprozesse standardisieren und bessere Kontrolle über die KI-Nutzung bieten als spontanes Prompting. Der Launch von Skills ist Teil einer breiteren Update-Welle im März 2026, zu der auch neue Modelle wie GPT-5.4 und GPT-5.3 Instant sowie Integrationen mit Excel und Google Sheets gehören.

Der größere Kontext

Die Skills-Funktion kommt zu einem Zeitpunkt, an dem GPT-5.2 laut Messungen bereits bei über 70 Prozent professioneller Aufgaben auf dem Leistungsniveau menschlicher Experten arbeitet. Zusammen mit dem „Agent Mode", der ChatGPT eigenständig Websites bedienen und komplexe Aufgaben ausführen lässt, entsteht ein Bild: OpenAI baut ChatGPT vom Gesprächspartner zum digitalen Mitarbeiter um.

🎯 Was das für die Praxis bedeutet

1. Wiederkehrende Workflows identifizieren: Jede Aufgabe, die regelmäßig gleich abläuft — Wochenreports, Datenaufbereitung, Statusupdates — ist ein Kandidat für einen ChatGPT-Skill.

2. Team-Konsistenz steigt: Skills sorgen dafür, dass alle Teammitglieder die gleichen Schritte befolgen, ohne dass jeder sein eigenes Prompt-Rezept entwickeln muss.

3. Enterprise-Kunden profitieren zuerst: Wer Skills für das eigene Team testen möchte, braucht aktuell einen Business- oder Enterprise-Zugang zu ChatGPT.

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📰 Quellen
@chatgpt21 auf X ↗
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