Der Gründer von Figure AI startet ein neues Kapitel: Brett Adcock hat Hark vorgestellt, ein KI-Forschungslabor, das seit acht Monaten im Stealth-Modus arbeitet. Das Ziel: die fortschrittlichste persönliche Intelligenz der Welt — zusammen mit eigener Hardware, die als universelles Interface zwischen Mensch und Maschine dienen soll.

Adcock, der drei Jahre lang an humanoider Robotik gearbeitet hat, findet für die aktuellen Chatbots deutliche Worte: Die heutigen Sprachmodelle seien „incredibly dumb", so Adcock auf X. Seine Vision ist radikal: Echte künstliche allgemeine Intelligenz (ein System, das so vielseitig denkt wie ein Mensch) müsse sich anfühlen wie Science-Fiction — hören, sprechen, ein dauerhaftes Gedächtnis haben, hoch personalisiert sein und die physische Welt wahrnehmen können.

Personal Intelligence statt Chatbot

Hark setzt auf einen Ansatz, der sich grundlegend von den heutigen Chat-Assistenten unterscheidet. Statt Frage-Antwort-Spiele mit einem Textfenster geht es um ein System, das den mentalen Arbeitsaufwand des Nutzers übernimmt — eines, das lernt, wie sein Besitzer denkt, und ihm manchmal sogar einen Schritt voraus ist.

Der Clou: Hark entwickelt nicht nur Software, sondern auch eigene Hardware. Adcock spricht von „next-generation hardware designed to serve as a universal interface between humans and machines". Was genau darunter zu verstehen ist, ließ er offen — die Website hark.com verrät bislang wenig.

Das Team und der Kontext

Adcock beschreibt sein Team als „eines der besten KI- und Hardware-Teams der Welt". Weitere Details zu Mitarbeitern oder Investoren stehen noch aus. Der Schritt ist dennoch bemerkenswert: Ein Gründer, der eine der am höchsten bewerteten Robotik-Firmen der Welt aufgebaut hat, wendet sich nun explizit der Software-Seite zu — und kritisiert dabei ausgerechnet die Branche, die gerade Billionen an Bewertung generiert.

🎯 Was das für die Praxis bedeutet

1. Hardware-Software-Konvergenz: Harks Ansatz, eigene Hardware mit persönlicher KI zu kombinieren, erinnert an Apples Strategie — und könnte bestehende Assistenten unter Druck setzen.

2. Personalisierung wird Schlüsselfaktor: Wer heute KI-Tools auswählt, sollte darauf achten, ob diese ein dauerhaftes Gedächtnis und Anpassung an individuelle Arbeitsweisen bieten.

3. Die Chatbot-Kritik ernst nehmen: Adcocks Einschätzung, dass heutige Modelle „dumb" sind, teilen viele Praktiker. Die nächste Generation wird an einem anderen Maßstab gemessen werden.

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📰 Quellen
Brett Adcock auf X ↗ Hark ↗
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