Gamma war bereits eines der am schnellsten wachsenden KI-Präsentationstools (→ KI Woche Analyse). Jetzt legt das Startup nach: Mit AI-Native Templates können bestehende Präsentationen per Prompt in neue Versionen verwandelt werden — ohne das Original-Design zu zerstören.
Was sich ändert
Der neue „Create from this"-Button ist deceptively simple: Man nimmt ein bestehendes Deck — ob eigenes oder Vorlage — und beschreibt per Textprompt, was sich ändern soll. Gamma passt Inhalte, Zielgruppe und Argumentation an, behält aber Struktur und visuellen Stil des Originals bei.
Das löst ein reales Problem: Teams, die dieselbe Präsentation für unterschiedliche Stakeholder brauchen — Investoren vs. Kunden vs. Mitarbeiter — mussten bisher manuell drei Versionen pflegen. Mit AI-Native Templates wird daraus ein einziger Prompt.
100+ neue Vorlagen
Gleichzeitig hat Gamma über 100 professionelle Templates veröffentlicht — von Pitch Decks über Quartalsberichte bis zu Onboarding-Unterlagen. Jede Vorlage ist „AI-native", also darauf optimiert, per Prompt angepasst zu werden. Das unterscheidet sie fundamental von klassischen PowerPoint-Templates, die nur visuell vorgefertigt sind.
Warum das strategisch wichtig ist
Gamma positioniert sich als ernsthafter Konkurrent zu Google Slides und PowerPoint — nicht über bessere Designtools, sondern über ein grundlegend anderes Paradigma: Die Präsentation wird zur lebenden Struktur, die sich per Sprachbefehl transformiert. In einer Welt, in der Google Stitch (→ KI Woche Analyse) bereits Figma unter Druck setzt, wird der Kampf um das KI-gestützte Präsentationstool zum nächsten Schlachtfeld.
🎯 Was das für die Praxis bedeutet
1. Präsentations-Workflows vereinfachen: Wer regelmäßig Decks für verschiedene Zielgruppen anpasst, spart mit „Create from this" enorm viel Zeit.
2. Template-Strategie überdenken: AI-native Templates sind mehr als Vorlagen — sie sind anpassbare Grundgerüste. Teams sollten eigene Basis-Decks als wiederverwendbare Templates anlegen.
3. PowerPoint-Kompetenz erweitern: Die Zukunft der Präsentation liegt nicht im Design, sondern im präzisen Prompting. Wer gute Anweisungen formuliert, bekommt bessere Ergebnisse als der beste Designer.