Im Juni habe ich in meiner Entwicklungsanalyse zum KI-Browsergame Tyrolean Defense 1809 darüber berichtet, wie ich per Prompt-Skripting und KI-Unterstützung ein komplettes Tower-Defense-Spiel im Tiroler Setting gebaut habe. Was damals als Prototyp begann, habe ich in den letzten Wochen intensiv weiterentwickelt. Ab sofort steht die Version 3.1 auf www.1809.fun bereit – mit einer vollständig dreidimensionalen WebGL2-Engine, prozeduralem Terrain, dynamischem Wetter, 20 Schlachten und erweitertem Taktiksystem.
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Das Projekt verstehe ich weiterhin als KI-Technologiedemonstration mit Augenzwinkern – ohne Anspruch auf historische Vollständigkeit. Was mich bei dieser Version jedoch selbst begeistert hat: Es zeigt eindrucksvoll, wie rasend schnell man mit KI-Modellen als Co-Piloten ein zweidimensionales Indie-Spiel in eine performante 3D-Browser-Simulation verwandeln kann, ohne dafür ein ganzes Entwicklerstudio zu beschäftigen.
Zwei Grafik-Engines: Warum ich 2D-Klassik und 3D-WebGL2 kombiniert habe
Die größte technische Herausforderung bei Version 3.1 war die Architektur einer Dual-Engine. Ich wollte, dass Spieler auf älteren Smartphones eine blitzschnelle 2D-Draufsicht nutzen können, während Desktop- und moderne Mobilnutzer eine voll dreidimensionale Alpenlandschaft erleben. Beide Modi teilen sich exakt dieselbe Spiellogik und Balance:
| Feature | 2D-Klassik-Engine | 3D-WebGL2-Engine |
|---|---|---|
| Grafikstil | Handgemalte Landschaften, stufenlose Tiefenskalierung | 3D-PBR-Materialien, prozedurales Alpine-Terrain |
| Kamera & Steuerung | Feste Übersicht, optimiert für Touch & schnelle Züge | Frei dreh-, neig- und zoombare 3D-Kamera |
| Licht & Atmosphäre | Weiche Gradienten-Schatten & vorberechnete Details | Volumetric Fog, Wasserläufe, Schnee & Jahreszeiten |
| Performance | Minimaler Ressourcenbedarf auf jedem Altgerät | Hardwarebeschleunigtes WebGL 2 mit dynamischem LOD |
In der 3D-Version habe ich prägende Landmarken wie die Festung Kufstein, das Goldene Dachl in Innsbruck, die Lienzer Klause, die Wolfsklamm und die Ehrenberger Klause als 3D-Modelle umgesetzt. Auf Smartphones passt das Spiel Geometriedichte, Schattenwurf und Pflanzendichte automatisch an, um stabile Bildraten zu sichern.
20 Schlachten, 11 Verteidigungstypen und 13 Gegnertypen
Auch den Spielumfang habe ich massiv ausgebaut: Das Spiel umfasst nun 20 Schlachten. Die Hauptkampagne führt in zehn historischen Stationen vom Sterzinger Moos über den Pass Strub bis zur Bergiselschlacht. Über verdiente Sterne schaltet man zehn Bonus-Szenarien frei – darunter die Innbrücke Innsbruck, den Achensee und Kitzbühel.
Bei der Verteidigung setzen wir weiterhin auf die bewährte Ressource „Speck & Wein“. Die Spieler kombinieren elf spezialisierte Verteidigungstypen, für die ich jeweils zwei alternative Ausbaurichtungen entwickelt habe:
- Tiroler Schützen: Präzise Fernkämpfer (Scharfschütze oder Schnelllader).
- Schwazer Bergknappen: Flächenschaden und Rüstungsbrechung durch Bohr- und Sprengladungen.
- Sturmgeläut & Wirtshaus: Support-Gebäude für Angriffsgeschwindigkeit, Reparaturen und Truppenverstärkung.
- Kreidfeuerwacht & Barrikaden: Signalketten zur Reichweitensteigerung oder physische Wegsperren.
Als Kommandanten stehen vier historische Persönlichkeiten zur Auswahl - allen voran Andreas Hofer mit seiner Spezialfähigkeit „Mander, s’isch Zeit!“, die das Angriffstempo aller Einheiten vorübergehend verdoppelt. Dagegen stehen 13 Gegnertypen von marschierender Linieninfanterie über Pioniere und Kanonen bis zum Marschall-Boss.
Große Resonanz in Presse und Medien
In der Presse und den Medien fand mein experimentelles Spiel 1809 Tower Defense von Beginn an große Resonanz - von Radio-Beiträgen wie auf Life Radio über ORF-Berichte bis hin zu ausführlichen Zeitungsartikeln über die KI-gestützte Spieleentwicklungs-Demo.
Meine KI-Entwicklungs-Takeaways
Datenschutz ohne Cloud: Alle Spielstände, 10 manuelle Speicherplätze und Fortschritte bleiben zu 100 % lokal auf dem Gerät (mit XML-Export/Import). Kein Tracking, keine Werbung, keine SDKs.
Offline-First als PWA: Das Spiel lässt sich auf Android und iOS direkt zum Home-Bildschirm hinzufügen und läuft nach dem ersten Laden vollständig offline.
Was diese Iteration für die KI-Entwicklung bedeutet
Wie ich schon im ersten Erfahrungsbericht zu Tyrolean Defense 1809 betont habe: Es geht hier nicht nur um ein unterhaltsames Strategiespiel. Es zeigt, wie KI-Systeme Entwicklern als ständige Sparringspartner dienen. Der Schritt von einem einfachen 2D-Prototyp zu einer multilingualen (5 Sprachen), installierbaren 3D-Web-App in Version 3.1 veranschaulicht, wie stark generative Modelle die Entwicklungszyklen im Software-Prototyping verkürzen.
Übrigens: 1809.fun ist nur eines von aktuell acht Spieleprojekten, an denen ich parallel arbeite. Weitere Demos und Praxisanalysen folgen demnächst.
Während bei der Entwicklung dieser Version 3.1 neuere Modelle wie Opus 5 noch gar keine Rolle spielten, zeigt die weltweite Entwickler-Szene bereits, wie rasant die Reise weitergeht. Was andere aktuell auf die Beine stellen und was das für die gesamte Branche bedeutet, habe ich in der Branchenanalyse zur Disruption der Spiele-Industrie ausführlich eingeordnet.
🎯 Was das für die Praxis bedeutet
1. Auf 1809.fun kostenlos anspielen: Das Spiel läuft ohne Anmeldung direkt im Browser. Ich empfehle das Querformat auf dem Smartphone oder den Desktop-Browser mit WebGL 2.
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2. KI als Architektur-Verstärker: Durch strukturierte Refactorings lassen sich auch komplexe Dual-Engine-Architekturen mit KI-Modellen in wenigen Schleifen realisieren.
3. Browser als vollwertige Plattform: Mit PWA, lokalen Speichern und WebGL 2 braucht es für Indie-Titel und Firmen-Demos keine schwerfälligen App-Store-Downloads mehr.


