Im neuen KI Woche Podcast sprechen wir mit Maray Paul über KI und Kreativität. Seit fast zwei Jahren begeistert Maray auf LinkedIn mit eindrucksvollen Bilderwelten - von ästhetischen Mid-Journey-Kompositionen bis hin zu aufwendigen KI-Videotrailern wie Nectropolis, einer düsteren Steampunk-Welt, hinter der rund 20 Arbeitsstunden stecken. Im Podcast verrät sie unter anderem, wie sie durch die Kombination unterschiedlichster Tools die neuen Modelle ausreizt - und wie viel Liebe und Zeit hinter der Ästhetik ihrer KI-Videos steckt. Und was hat es eigentlich mit Chonky auf sich?

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Unser erster Gast: Maray Paul

In unserem Gespräch mit Maray erwarten euch nicht nur wertvolle Einblicke und Erfahrungen mit den besten generativen KI-Modellen und wie man diese kombiniert. Gemeinsam mit Thomas Seiger werfen wir auch einen differenzierten Blick darauf, wie KI die Kreativbranche umwälzt - und was das für Bildung und Gesellschaft bedeutet.

Marays Werkzeugkasten: So kombiniert sie die besten Modelle

Maray arbeitet nicht mit einem Tool - sie orchestriert mehrere. Für ästhetische Bildwelten setzt sie auf Mid Journey, das sie für unübertroffen in Sachen Stimmung und Farbgebung hält. Die Konsistenz ihrer Charaktere - etwa ihres Maskottchens Chonky, eines niedlichen Affen, der sie auf LinkedIn begleitet - steuert sie über GPT Image 1.5. Und für Videos nutzt sie Seedance 2.0 über die Plattform Higgsfield, die mehrere Generatoren unter einem Dach bündelt.

Einer der vielen Spannenden Insights: Über Eleven Labs generiert Maray KI-Musik, die exakt auf die Stimmung und den Rhythmus ihrer Videos abgestimmt wird. Der Unterschied zwischen einem stummen Clip und einem musikalisch unterlegten sei laut ihr enorm.

Nectropolis: 20 Stunden für einen Trailer

Das Highlight ihres Portfolios ist Nectropolis - eine komplett in KI erstellte Steampunk-Welt mit eigener Story. Für den Trailer hat Maray rund 20 Stunden gebraucht. Noch vor sieben Monaten waren es 50. Trotzdem unterschätzen viele den Aufwand: In einem Workshop tippte jemand auf "eine Stunde". Maray plant, Nectropolis zu einer eigenen KI-Serie auszubauen. Hier ein Beispiel für ihre Arbeit:

Personalisierte Filme und die Grenzen der Technologie

Maray teilt im Podcast eine Vision, die sie so noch nie öffentlich geäußert hat: Irgendwann werden Filme in Echtzeit auf individuelle Vorlieben zugeschnitten - Setting, Genre, Hauptfiguren, alles konfigurierbar. Die Technologie ist laut ihr nicht mehr das Bottleneck, die Rechenkapazität schon eher. Offen bleibt die soziale Frage: Worüber reden wir mit Freunden, wenn jeder seinen eigenen Film sieht?

Hier nimmt Gespräch Fahrt auf. Maray sieht KI als eine größere Umwälzung als die industrielle Revolution. Kinder müssen sich Wissen nicht mehr erarbeiten. KI-Assistenten werden zu Therapeuten und besten Freunden - mit einem eingebauten Hang zur Bestätigung. Maray hat wie wir einen anderen Umgang damit gefunden: Sie hat ihre eigene KI darauf eingestellt, Kontra zu geben. "Allerdings knickt sie sofort ein, wenn man widerspricht", sagt Maray. Die Stringenz fehle noch.

Am Ende steht eine Frage, die alle drei beschäftigt: Wo ist eigentlich die EU? Alle Tools, die Maray nutzt, kommen aus den USA oder China. Die Entwicklung der letzten drei Jahre war atemberaubend - aber Europa hat keinen einzigen Player unter den führenden Bild- und Videogeneratoren mehr. Flux aus dem Schwarzwald? "Nicht mehr so präsent", sagt Maray diplomatisch.

Ausblick: Das sind unsere nächsten Gäste

Liebe Maray, es war uns eine riesige Freude, dass du als Gast Nummer 1 bei uns im Podcast warst! Vielen herzlichen Dank dafür! 🙏🥇💪

Und für alle, die wissen wollen, wie es weitergeht - nur so viel zu den nächsten drei Gästen: Ein ehemaliger Bundesfinanzminister, eine Tech-Unternehmer-Legende und Tirols Podcaster Nummer 1. 🤩

👩‍🎨 Maray Paul folgen

🎯 Was das für die Praxis bedeutet

1. Werkzeuge kombinieren: Maray zeigt eindrucksvoll, dass kein einzelnes KI-Tool alles abdeckt. Mid Journey für Ästhetik, GPT Image 1.5 für Konsistenz, Seedance 2.0 für Video - wer die Stärken verschiedener Modelle kennt, holt deutlich mehr aus seinen Ergebnissen.

2. KI-Musik ausprobieren: Wer KI-Videos erstellt, sollte Eleven Labs für automatisch auf das Video abgestimmte Musik testen. Laut Maray macht die musikalische Untermalung einen massiven Unterschied in der Gesamtwirkung.

3. Eigenen Stil entwickeln: Die Einstiegshürde für KI-Kreativität sinkt rapide. Was bleibt, ist der kreative Unterschied - Storytelling, Ästhetik und ein eigener visueller Stil werden entscheidend, wenn die technische Qualität für alle gleich gut wird.

4. Ganze Folge anhören: Knapp 60 Minuten mit Maray Paul, Markus Kirchmair und Thomas Seiger - über Workflows, Gesellschaft und die Zukunft des visuellen Schaffens. Verfügbar auf YouTube, Spotify, Apple Podcasts und allen weiteren Plattformen.

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