Während Rockstar Games die Vorbestellungen für GTA 6 am 25. Juni öffnet, versuchen zwei Vibe-Coder, das Spiel vorher selbst zu bauen — mit KI-Agenten, Godot und einer Open-Source-Community. Nach 13 Tagen sind die Fortschritte erstaunlich.

Tag 1: Ein Upgrade, ein Repo, kein Plan

@ziwenxu_ startete am 10. Juni 2026 mit einem simplen Post: "Day 1 of building GTA 6. Still feels fake typing that out." Er upgradete auf Claude Max 20x, strukturierte das Projekt und pusht es in ein öffentliches Repository. Die Engine: Godot. Die Regel: Kein Studio, kein Publisher, nur wer auftaucht. Kurz darauf stieg @notjazii ein und übernahm das Fahrzeug-System.

Tag 9-10: Die Stadt erwacht

Neun Tage später laufen die ersten NPCs durch die Straßen. An Tag 10 steht eine Skyline, die aus der Luft betrachtet täuschend echt wirkt. Das Besondere: Ein Loop aus KI-Agenten baut weiter, während Zi schläft. Die Community ergänzt parallel.

Tag 13: Waffen, Autos und flüchtende Passanten

Am dreizehnten Tag funktionieren Waffen und Fußgänger rennen weg, wenn geschossen wird. Zwei Tage zuvor konnte die Waffe noch nicht feuern, die NPCs liefen mit ausgestreckten Armen herum. @notjazii hat parallel ein fahrbares Auto gebaut — mit dem Problem, dass die Beine des Charakters noch durch die Karosserie clippen.

Was hier passiert — und was nicht

Um es klar zu sagen: Das wird kein GTA 6. Rockstars Spiel hat über 2.000 Entwickler, ein Budget jenseits der Milliarde und über ein Jahrzehnt Entwicklungszeit. Was Zi und Jazii bauen, ist ein Open-World-Prototyp, der in 13 Tagen weiter gekommen ist, als es ohne KI-Agenten in Monaten möglich gewesen wäre.

Aber genau das ist der Punkt. Das Projekt demonstriert, was passiert, wenn Vibe-Coding auf Spieleentwicklung trifft: Ein einzelner Entwickler strukturiert das Projekt, KI-Agenten generieren Assets und Code rund um die Uhr, und eine Community springt auf. Das Ergebnis ist kein fertiges Spiel, sondern ein Beweis dafür, dass die Einstiegshürde für ambitionierte 3D-Projekte dramatisch gesunken ist.

🎯 Was das für die Praxis bedeutet

1. Prototyping-Geschwindigkeit nutzen: 13 Tage von der leeren Map zur funktionierenden Open-World mit NPCs, Waffen und Fahrzeugen. Wer Game-Design-Ideen testen will, kann mit Godot und Claude-basierten Agenten-Loops in Stunden statt Monaten iterieren.

2. Agentic Loops beobachten: Zi lässt KI-Agenten über Nacht weiterbauen. Dieses Muster — menschliche Richtungsentscheidung plus autonome Agenten-Arbeit — wird sich auf weit mehr als Spieleentwicklung ausbreiten.

3. Open Source als Beschleuniger: Das Projekt zeigt, wie ein öffentliches Repo und Community-Beteiligung KI-gestütztes Vibe-Coding verstärken. Die Kombination aus einzelnem Visionär, KI-Agenten und Community-Beiträgen schafft eine neue Kategorie der Softwareentwicklung.

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📰 Quellen
@ziwenxu_ auf X ↗ @notjazii auf X ↗ @ziwenxu_ Tag 1 ↗ @notjazii Start ↗ @ziwenxu_ Tag 9 ↗ @ziwenxu_ Tag 10 ↗ @notjazii Clips ↗
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